Die Geschichte zum Buch

Die Geschichte zum Buch

2. März 2010  |  buchvorstellung

Ich fand im Internet eine Freundin, weil ich durch ein gemeinsames Hobby ihre Homepage besuchte und ihr einen Gruß in ihr Gästebuch schrieb.
Wir wohnen 1000 km von voneinander entfernt. Es entstand ein – mittlerweile seit über 5 Jahren andauernder – fast täglicher Austausch.
Alles per Mail.
Nur von einem Life-Besuch „unterbrochen“.
Die Mails waren und sind teilweise von endgenialem Wortwitz.
Wir schrieben uns oft „das sollte man wirklich alles in ein Buch packen.“
Aber man macht es nicht.

Oder doch.

Eines Tages habe ich spontan 15 Seiten getippt – bin in eine andere Welt geschlüpft, habe diese Wortspiele eingebaut, habe „sie“ und „mich“ mit schönen Namen versehen, und eine Geschichte beginnen lassen.
Diese ersten Seiten habe ich aus Spaß einer Jugendfreundin nach Capri geschickt, damit sie was zum Schmunzeln hat.
Sie hat diese Seiten – ohne mein Wissen  -  ausgedruckt und abends zu einem Essen mitgenommen, an dem auch ein sehr netter, älterer Herr teilnahm, von dem Sie wusste, dass er einmal einen Verlag geführt hat, allerdings nicht für den Bereich „Unterhaltung“.
Aber der Herr war so freundlich und hat meine Seiten gelesen.
Er ließ mir ausrichten „unbedingt weiter machen ,  guter Stil“.

Ich war überrascht.

Aber es setzte sich fest und ich schrieb vorsichtig weiter.
Mit der Zeit schlüpfte ich voll in die Rolle der Hauptperson Vivien, nahm wirklich ihr Leben an, wenn ich schrieb.
Wenn ich den alten Computer verließ, war ich Hausfrau, Mutter oder Angestellte – was das reale Leben eben gerade verlangte.
Ich führte wirklich ein „Doppelleben“.
So dürfte es auch einem Schauspieler gehen?

Wenn ich schrieb, war ich „Vivien“.
Ich liebte wirklich, ich lebte wirklich, ich litt wirklich.
Es war unheimlich – und unheimlich spannend.

Eines Tages war das Buch fertig.

Ich weiß noch genau, mit dem LETZTEN Buchstaben erstarb meine Liebe zu dem Mann im Buch.

Ich fühlte mich total leer-geliebt.

Es war eine sehr intensive Erfahrung.

Nun weiß ich, warum Schriftsteller sagen, dass Schreiben süchtig macht.

Ich verschwinde gerade wieder …

in eine andere Welt.

Ich bin Gloria.

TOUCH me” ist ab sofort im Handel erhältlich.

Viel Spaß beim Lesen!


8 Kommentare


  1. Das kann ich sehr gut verstehen.Mein Lebensgefährte hat auch sehr viel erlebt und jedesmal wenn er mir davon erzählt,dann sage ich immer das man doch darüber mal ein Buch schreiben sollte.Bis jetzt haben wir uns aber noch nicht so richtig daran getraut.

    • Kerstin …einfach mal anfangen, etwas aufzuschreiben .. und einer Freundin schicken.
      Reaktionen testen… viel anders begann es nicht bei mir.
      Grüßlein Christiane

  2. Hallo Christiane

    ich habe eine Geschichte geschrieben..einfach mal so aus Jux…ich war ebenfalls dort drin die Hauptdarstellerin…es war meine kleine perfekte Welt neben der realen,nicht so schönen…
    Meine Freundinnen haben sie gerade zu verschlungen..und ich fühlte mich richtig gut…aber ein Buch wurde nie daraus..und ich schreibe heute noch sehr gerne Geschichten…

  3. Hallo Christiane…wohin soll ich sie denn schicken…hier kann ich sie schlecht reinsetzen…

    LG Yashi

  4. Hallo Christiane,

    bin jetzt ganz fasziniert von dem was Du schreibst, wie Dein 1. Buch entstanden ist. Diese Geschichte hätte auch von mir sein können. Ich habe nur eine wirklich beste Freundin, auch ihr schreibe ich hin und wieder u. sie freut sich darüber sehr. Kontakt zu anderen Menschen, mal kurz so zwischendurch zu haben, wie z.B. zu Dir ist dank der Technik ja kein Problem mehr. Hinzukommt noch, daß viele Dinge halt öffentlich zu lesen sind. Ohne Dich zu kennen, bin ich mittlerweile Teil Deines Lebens geworden. Oft denke ich, wie schafft sie es bei all dem Streß u. freue mich dann, wenn Du früh schlafen gehst, ist doch irgendwie verrückt oder? Aber danken möchte ich Dir dafür, weil dadurch mein Alltag verschönert wird und dadurch mein Leben nicht langweilig ist. Mein Leben kann ja gar nicht langweilig sein, ich bin 55 Jahre, habe 2 erwachsene Einzelkinder, – Altersunterschied 11 Jahre – , jetzt ein tolles Enkelkind von 5 Jahren, habe 2 Chefs bei meinen beiden Tätigkeiten u. 1 Chef zu Hause, der es mag, wenn ich ihn verwöhne, was ich gerne mache. Trotzdem setze ich mich auch mal gerne hin, schau wie es meinen “Laptop-Genossen!” so geht, dann ist der Tag schön. Ich verpaße nichts nebenher, im Gegenteil, dadurch bin ich immer up to date und mit Alt und Jung gleichermaßen in Kontakt. Danke Christiane für viele schöne Zeilen von Dir und hoffen wir alle, daß Du nie Deine Freude am Schreiben verlierst.

    Lieben Gruß Elsbeth Hein (übrigens das Buch werde ich kaufen und weiterempfehlen)

    • Ich freue mich, Dich als liebe neue Freundin kennenlernen zu dürfen, danke für Deinen Beitrag.
      Wir haben ja bereits sehr viel Spaß beim Posten :-)
      Ich bin gespannt, ob Dir mein Buch gefällt ?
      Bis bald, Christiane

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